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wiki:zwangsarbeiter_lager

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 ==== Dingler 2 ==== ==== Dingler 2 ====
  
-Lager südlich der Dinglerstraße auf dem Betriebsgelände von Dingler. Hier lebten Ostarbeiter, die von den Aufsehern oft schickaniert wurden. Schuljak (Stadtarchiv W 15b), Rewadenko (StA W 15b) und König (Brief v. 24.1.2018) nennen dieses Lager. Kinder beobachteten, wie Lagerinsassen misshandelt wurden. Die Männer mussten sich nackt im Hof aufstellen, wurden mit Wasserschläuchen abgespritzt und mit Straßenbesen abgeschruppt.+Lager südlich der Dinglerstraße auf dem Betriebsgelände von Dingler. Hier lebten Ostarbeiter, die von den Aufsehern oft schikaniert wurden. Schuljak (Stadtarchiv W 15b), Rewadenko (StA W 15b) und König (Brief v. 24.1.2018) nennen dieses Lager. Kinder beobachteten, wie Lagerinsassen misshandelt wurden. Die Männer mussten sich nackt im Hof aufstellen, wurden mit Wasserschläuchen abgespritzt und mit Straßenbesen abgeschruppt. 
  
 ==== Dingler 3 ==== ==== Dingler 3 ====
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 ==== Wolfsloch ==== ==== Wolfsloch ====
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-Das Lager befand sich an der Stelle der heutigen Hochhäuser in der Webenheimstr. 3 und 5. Die Anlage ist auf Luftbildern gut als zweigeteilte Anlage zu erkennen: ein Teil für die Zwangsarbeiter und - durch einen Zaun abgetrennt - die Baracken für die Lagerleitung. Im Lager lebten französische Kriegsgefangene (Arbeitskommando 1418) und Ostarbeiter, die alle für Lanz arbeiteten.  Im Januar 1945 wurden neun Ostarbeiter auf einem eigenen kleinen Friedhof bestattet (heute Strommast neben der Autobahnabfahrt).In den 1950er Jahren wurden die Toten dann umgebettet und der Friedhof aufgelöst. Die Baracken der Lagerleitung wurden auch nach dem Krieg weiter genutzt. Im Stadtarchvi Zweibrücken (Bestand W29) findet sich eine Aufstellung über Mieteinnahmen ab Juli 1945 aus dem „Gefangenenlager Wolfsloch“ mit 3 Baracken (s. auch Gespräch mit Karl Sieg am 28.4.2017).+Das Lager befand sich an der Stelle der heutigen Hochhäuser in der Webenheimstr. 3 und 5. Die Anlage ist auf Luftbildern gut als zweigeteilte Anlage zu erkennen: ein Teil für die Zwangsarbeiter und - durch einen Zaun abgetrennt - die Baracken für die Lagerleitung. Im Lager lebten französische Kriegsgefangene (Arbeitskommando 1418) und Ostarbeiter, die alle für Lanz arbeiteten.  Im Januar 1945 wurden neun Ostarbeiter auf einem eigenen kleinen Friedhof bestattet.In den 1950er Jahren wurden die Toten dann umgebettet und der Friedhof aufgelöst. Heute steht dort ein großer Strommast neben der Autobahnabfahrt Zweibrücken-Bubenhausen. Die Baracken der Lagerleitung wurden auch nach dem Krieg weiter genutzt. Im Stadtarchiv Zweibrücken (Bestand W 29) findet sich eine Aufstellung über Mieteinnahmen ab Juli 1945 aus dem „Gefangenenlager Wolfsloch“ mit 3 Baracken (s. auch Gespräch mit Karl Sieg am 28.4.2017).
  
 ==== Langental ==== ==== Langental ====
  
-Dieses Lager war für den Reichsarbeitsdienst (RAD) gebaut worden. 1941/42 lebten dort italienische Arbeiter der Fa. Johann Albert. Wahrscheinlich wurde es weiter für Westwallarbeiter genutzt. Ab Juni 1945 erzielte die Stadt Einnahmen aus der Vermietung von Wohnraum in diesem Barackenlager (Stadtarchiv Zweibrücken, Bestand W29).+Dieses Lager war für den Reichsarbeitsdienst (RAD) gebaut worden. 1941/42 lebten dort italienische Arbeiter der Fa. Johann Albert. Wahrscheinlich wurde es weiter für Westwallarbeiter genutzt. Ab Juni 1945 erzielte die Stadt Einnahmen aus der Vermietung von Wohnraum in diesem Barackenlager (Stadtarchiv Zweibrücken, Bestand W 29).
  
 ==== Ludwigschule ==== ==== Ludwigschule ====
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 ==== Ixheim ==== ==== Ixheim ====
  
-RAD-Lager Ixheim, Thomas-Mann-Straße Dieses Lager war für den Reichsarbeitsdienst (RAD) gebaut worden. 1941 wurden dort italienische Fremdarbeiter untergebracht. Erwähnung in Sterbeurkunde vom 16.2.1945 (Slowene)+RAD-Lager Ixheim, Thomas-Mann-StraßeDieses Lager war ursprünglich für den Reichsarbeitsdienst (RAD) gebaut worden. 1941 wurden dort italienische Fremdarbeiter untergebracht. Es war bis Kriegsende in Betrieb, denn es wird in der Sterbeurkunde eines Slowenen vom 16.2.1945 erwähnt.
  
-==== Gasthaus Roter Ochsen====+==== Gasthaus Roter Ochsen ====
  
-Gasthaus Roter Ochsen, Bitscherstr. 28 1941/42 Unterbringung von italienischen Fremdarbeitern. In Gestapo-Akten über Auseinandersetzungen im Roten Ochsen ist von Lothringern die Rede.+Gasthaus Roter Ochsen, Bitscherstr. 281941/42 diente das Gasthaus zur Unterbringung von italienischen Fremdarbeitern. In Gestapo-Akten über Auseinandersetzungen unter den Bewohnern ist von Lothringern die Rede.
  
 ==== Turnhalle Ixheim ==== ==== Turnhalle Ixheim ====
  
-Turnhalle Ixheim, Lothringenstr. 12 Sie wurde als Lager für russische Kriegsgefangene des AKdo 1412 eingerichtet. Nutzung von 1942 – 1945.+Turnhalle Ixheim, Lothringenstr. 12Sie wurde als Lager für russische Kriegsgefangene des Arbeitskommandos 1412 eingerichtet und von  1942 bis 1945 genutzt. Das Gebäude war mit Stacheldraht umzäunt. Hans Hügel erzählt, dass er als kleiner Junge einmal beobachtete, wie ein Wachmann einem der Gefangenen Nägel abnahm, die dieser unerlaubt von der Arbeit mitgenommen hatte. Er warf die Nägel in den Stacheldrahtverhau und zwang den Arbeiter, hineinzukriechen und sie wieder einzusammeln
  
 ==== Gasthaus Emrich ==== ==== Gasthaus Emrich ====
  
-Gasthaus Emrich, Bitscherstr. 92 Lager für französische Kriegsgefangene des AKdo 1405, die bei Roth, Heck & Schwinn gearbeitet haben (StA W15).+Gasthaus Emrich, Bitscherstr. 92. Das Gasthaus diente als Lager für französische Kriegsgefangene des Arbeitskommandos 1405, die bei Roth, Heck & Schwinn arbeiteten (Stadtarchiv Zweibrücken, Bestand W 15). Zur Verbesserung ihrer sachlechten Ernährung züchteten die Franzosen im Garten des Gasthauses Kaninchen, die sich zum Leidwesen der Nachbarn unter den Ställen durchbuddelten und die Nachbarschaft unsicher machten
  
 ==== Roth, Heck & Schwinn ==== ==== Roth, Heck & Schwinn ====
  
-Es gab beim Nagelwerk ein Lager für Russen; weiteres unbekannt. Beller erwähnt ein solches Lager, macht aber keine genauen Angaben. Möglicherweise befand sich dieses Lager in dem Gebäude gegenüber dem Nagelwerk, das 2019 abgerissen wurde.+Es gab beim Nagelwerk von Roth, Heck & Schwinn ein Lager für Russen. Beller, der beim Nagelwerk aufwuchs, erwähnt ein solches Lager, macht aber keine genauen Angaben. Möglicherweise befand es sich in dem Gebäude gegenüber dem Nagelwerk, das 2019 abgerissen wurde.
  
  
wiki/zwangsarbeiter_lager.1758038496.txt.gz · Zuletzt geändert: 2025/09/16 18:01 von g.schanne-raab

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